das wetter von gestern

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Es gibt Menschen die theoretisieren, dass Zeit nur eine Illusion ist, Heute und Gestern das gleiche sind und es rein gar keinen Unterschied macht ob es Tag oder Nacht ist. Aber schon hier am Anfang schweife ich ab. Ohne erst die Essenz zu streifen bewege ich mich bereits weg von ihr. So kann das sicher nicht weitergehen.

Ich mag Illusionen nicht und beschränke mich auf harte Fakten, jawohl! Mein geliebtes Wetter ist kein bisschen Einbildung. Es ist stehts auf neue wohltuend konkret. Gestern war es wie ein verliebtes junges Mädchen zu mir. So lieblich das ich nicht anders kann als ihm einen Namen zu geben. Das Wetter von Gestern hies Annabelle. Und Annabelle war ganz verrückt nach mir. Wir waren den ganzen Tag beisammen und konnten nicht genug voneinander bekommen. Noch spät Nachts schien es ihr schwer zu fallen mich auf nimmerwiedersehen zu verlassen. Sie schimmerte noch bis Mitternacht rot und hellblau am Horizont und war ganz und gar bezaubernd.
19.6.05 19:17


Kommen wir ein weiteres Mal zu einem Wetterbericht. Ich habe spontan mein Sauf- und Feiergelagen verlassen, um genau das zu tun. Zugegebenermassen wird recht haben wer das anzweifelt, dennoch gibt meine, anfänglich aufgestellte, Beuhauptung dem heutigen Beitrag eine um so grössere Bedeutung.

Wer vom gestrigen Wetter spricht, ja, wer vom Wetter der letzten Wochen überhaupt spricht, muss ein mutiger Mann sein (Ich scheisse ausdrücklich auf die politisch korrekte Einbeziehung des weiblichen Geschlechts. Nicht weil es nicht auch mutige Frauen gäbe, sondern weil die Benutzung des Schrägstrichs mich nervt. Freilich ist diese Klammer weit aufwändiger als es ein Schrägstrich es wohl je sein könnte, aber Rechtfertigung muss manchmal sein.). Es zu ertragen war keine Leichtigkeit. Darüber zu schreiben ist eine echte Herausvorderung.
Mit den Launen des Himmels verhielt es sich zuletzt ähnlich wie mit den Börsen. Wenn du glaubtest du könntest das Risiko einzugehen dich hinauszuwagen, wurdest du nass gemacht. Gnadenloss.

Kein Ausflug vor die Haustür blieb ungestraft. Die Regenschauer waren Terroristen gleich. Mächtig bewiesen sie mir meine Ohnmacht gegen die Plötzlichkeit ihres Erscheinens und hinterliesen mich gedemütigt und mutlos.

Und das muss für heute reichen!
18.5.05 05:08



从现在开始,我有时后来写一点点汉语! 这是因为我希望自己能有点点进步。大概没有懂汉语的人来读我的blogg。可能这样就更好。我汉语太他妈差。

好好学习天天上网^o^
17.5.05 04:55


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ein dumpfes krachen von draussen auf der strasse liess ursula brents erstarren. sie hatte damit gerechnet. sie wusste irgendwann an diesem tag musste so etwas passieren. bestimmt hatten die zwei trotteligen tschechen etwas von ihrem wertvollen hausrat dahingerafft. 'den tschechen trau ich nicht...' hatte doch ihr bruder horst immer und immer wieder zu bedenken gegeben, 'die trinken aus ihren schuhen.'

"jiří!!!" schrie sie, mit der inbrunst derer eine endsechzigerin noch fähig war, wärend sie die treppen, mit der eile derer eine endsechzigerin noch fähig war, in den ersten stock empor hastete. "mikuláš!!! der schrank ist von ur-ur-urgrossvater franz aus spremberg noch!". im ersten stock war mikuláš seinerseits schon fleissig dabei, aus dem fenster lehnend, auf die strasse hinunter zu schimpfen.

atemlos und aus sorge um ihren herrlichen schrank um fassung ringend verlangte ursula brents nach erklärung. mikuláš gerolltes 'r' donnerte allerdings in einem masse die strasse auf und ab, dass die alte dame kaum ihre eigenen worte zu vernehmen in der lage war. einen ruinierten biedermeierschrank erwartend, wagte sie einen blick hinab auf den bürgersteig. siehe da, ihr schrank hing, leicht hin und her schwankend, robust und prächtig in schulterhöhe über der erde. jiří blickte beschwichtigend empor zu seinem bruder, aus dem weiterhin, in einem äuserst kreativen tschechisch-deutsch, obszönitäten sprudelten. mikuláš gefühlsausbruch gallt offenbar der zweiten gestallt unten auf der strasse. der auffälig kleine mann hielt sich benommen die stirn und schien von der situation deutlich überfordert. zuerst hatte sie ihn, ob seiner grösse, für einen dicken jungen gehalten. ein zweiter blick offenbarte ihr dennoch eindeutig, dass es sich bei dem stummelbeinigen verletzten nicht um einen armen jungen handelte. er sah ziemlich halbseiden aus und frau brents war plötzlich doch dankbar um ihrer beiden prächtigen tschechen. 'haltet blos meinen schrank da raus...' dachte sie noch als das telefon zu schellen begann.

sie hob ab: "hier brents!".
16.5.05 22:54


wir befinden uns ein weiteres mal gemeinsam auf dem marsch hinaus. weit hinaus auf die felder, wo nichts wächst ausser phantomen.

es hindert uns nichts, mutig voran also!

ronnie ging die nass glänzende strasse herrunter, als wäre die feuchtigkeit, die ihn durchdrang mäusepipi, nicht normaler regen, was sie in wahrheit war. er ging auch nicht richtig. er hetzte. wenn es nach ihm gegangen wäre, er wäre wohl gerannt. dummerweise ging es nur teilweise nach ihm. herr holz liess nicht locker ihn ständig zu ermahnen, dass seine mitbürger es komisch finden würden, würde er rennen. "schnell gehen, ronnie, ist in ordnung. aber rennen, junge, das lässt du schön bleiben, das wir uns da auch verstehen!" hallte es so, oder so ähnlich, unaufhörlich durch ronnies endhirn. er hätte gute lust gehabt herr holz anzuschnauzen und ihm vor augen zu führen, dass ein ronnie nicht alles mit sich machen liess. wahrlich, ronnie war ein zäher bursche. ihm pinkelte keiner ungestraft gegen die kurzen beine. herr holz wiederrum war nicht ganz so einfach beizukommen, wie es ronnie mit den meisten zeitgenossen gewohnt war. wenn ronnie stark war, herr holz war bestimmt immer ein stück heftiger. ronnies asozialität übertraf herr holz ebenfalls regelmäsig. ronnie hasste es, aber für den moment war er gezwungen fassung zu bewahren. das pfund kokain in seiner alditüte machte ihm die sache nicht unbedingt leichter, das sah er schon. aber knast, und da waren herr holz und er ausnahmsweise wirklich einer meinung, das kam ein weiteres mal nicht in die tüte.
"ronnie, du spast, pass auf..!", doch herr holz warnung war diesmal zu spät gekommen. ronnies dummer kopf ballerte ungebremst gegen die unterkante eines, wirklich schönen, biedermeierschrankes.
"das hasst du davon, blöder affe, ich sag dir jedesmal du sollst schauen wo hinläufst, mann. was ist blos am bürgersteig so interessant, dass du den ständig wie blöd anstarren musst, hm? spinner!" herr holz war entrüstet und ronnies kopf hämmerte wie ein betrunkener zimmermann.
15.5.05 18:04


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